Uraufführung von „Knöpfe“ nach Ilse Aischinger Das Foyer 1, die kleine, in der repräsentative Garderobenhalle des Schauspielhauses betriebene Spielstätte ist am Vorabend des 1. Mai ausverkauft. Ein durchweg junges, bis sehr junges Publikum denkt auf Grundlage eines surrealen Stückes aus Omas Tagen über seine Arbeitswelt nach. Von Moritz Jähnig Vorlage für den in der Regie von Emily Huber uraufgeführten ...
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Leipzig: Endzeit mit amüsantem Vorspiel
Lang erwartete Wiederaufnahme der „Elektra“ inszeniert von Peter Konwitschny Triumpf für Ricarda Merbeth und das Gewandhausorchester unter Christoph Gedschold “Elektra” ist kräftezehrend – für Sänger, Orchester und nicht zuletzt für die Zuschauer. Als zur Wiederaufnahme der letzte schrille Richard-Strauss-Akkord im Saal verklingt, folgen exakt 12 sehr lange Sekunden totaler Ruhe. Dann bricht orkanartiger Jubel auf. Von Moritz Jähnig Die Vorgeschichte ...
mehr lesen »Halle: Drei Hochs auf Mrs. B.
Die Oper Halle gastiert mit Benjamin Brittens komischer Oper „Albert Herring“ im Saal des Neuen Theaters. Von Oliver-Pierre Rudolph Der weltberühmte Pianist Sviatoslav Richter nannte sie „die größte komische Oper des Jahrhunderts“. Ein begeistertes Hallenser Premierenpublikum konnte dem feinen Humor Brittens in einer aktualisierten Inszenierung von Karolina Sofulak als Koproduktion des Teatr Wielki Stanislaw Moniuszko Poznań und der Oper ...
mehr lesen »Leipzig: Любовь моя
Die MuKo präsentiert „Dr. Schiwago“ – Liebe im Kriege und die Revolution Glanzvolle Wiederaufnahme und bereits 20. Vorstellung eines Klassikers des neueren Musiktheaters, der auf der Grundlage eines Romans von Boris Pasternack viel über Geschichte und Kultur vermittelt. Ein großes Vergnügen. Von Henner Kotte Russische Kunst entzieht sich mitteleuropäisch und amerikanisch schnellen Interpretationen. Dostojewskis Werke lassen sich weder filmisch noch ...
mehr lesen »Magdeburg: Grand Battement mit „Borgia“
Chefchoreograf Jörg Mannes schuf neues emotionsstarkes Handlungsballett Reverenz an das Theater Magdeburg und sein Ballettensemble. Die Repertoirevorstellung des im Februar uraufgeführten Balletts „Borgia“ von Jörg Mannes auf einer von der Magdeburger Philharmonie klangstark ausgebreiteten piste de dance avancierte beeindruckend zum Beitrag für den bedauerlicherweise in der Region wenig beachteten Welttag des Tanzes am 29. April. Von Moritz Jähnig Der Renaissance-Mensch ...
mehr lesen »Leipzig: Hamlet mit drei Köpfen
Compania Sincaras Shakespeare-Maskenspiel liebäugelt zum Publikum Sein oder Nichtsein, das ist hier nicht die einzige Frage … In ihrem „Hamlet“ erzählt die Compania Sincara die Tragödie um den Prinzen von Dänemark auf ungewöhnliche und verliebte Weise. Von Moritz Jähnig Ihr bestes Moment bekommt die erlebte Repertoirevorstellung vom Zufall geschenkt: wenn im großen Zitate-Reigen der hehre „Hamlet“-Ausspruch „To be, or not ...
mehr lesen »Passau: „April“ unter Schäfchenwolken
Opern-Uraufführung nach Joseph Roth am Landestheater Niederbayern Das Schaffen des mit Metropolen wie Wien und Frankfurt als Journalist und Paris als tragisch endendem Autor verbundenen Joseph Roth erfährt am Landestheater Niederbayern, besondere Aufmerksamkeit. In Passau kam eine dramatisierte Fassung seines Romans „Hiob“ zur Opernpremiere und nun erklingt seine frühe, traurig machende Erzählung „April“. Dafür nachdrücklich starker Beifall Von Roland H. ...
mehr lesen »Leipzig: „Giselle“ im Wutraum
Chefchoreograf Mario Schröder setzt auch in der Abschiedsinszenierung sein ästhetisches crossover-Konzept an Adolph Adams romantischen Ballettklassiker fort Wer als Zuschauer Ballett erleben will und dabei an ein Tanzstück mit Handlung denkt, vielleicht sogar Spitzentanz erwartet, Palucca-Schule, Uwe Scholz oder so – um vom großen, dem „Bolschoi“, gar nicht erst zu reden – liegt hier definitiv falsch. Mario Schröder ist dekonstruktiv ...
mehr lesen »Liège: Vorsätzlich rätselhaft
„Pelléas et Mélisande“ an der Königlich-Wallonischen Oper zu Liège Ein Hochfest für die Freunde des Symbolismus an der Opéra Royal Wallonie-Liège. Claude Debussys berauschende Oper „Pelléas et Mélisande“ erklang innerhalb eines optisch üppigen Rahmens. Von Roland H. Dippel Wie bebildert man Maurice Maeterlincks aphoristisch-antidramatisches Fragespiel, das Claude Debussy zu seiner einzigen vollendeten Oper inspirierte und damit 1902 an der Opéra-comique ein ...
mehr lesen »Naumburg: Spekulatives Schreiten
Theaterspaziergang im Naumburger Dom auf den Spuren von Jesus Christus Das kleinste Stadttheater Deutschlands hat über sein wirklich breites Spielplanangebot hinaus auch Erfahrungen mit großen Musiktheaterproduktionen im Naumburger Dom. 2019 erlebten wir zu Hochzeiten der #mytoo-Debatte Händels Oratorium „Susanna“. Jetzt nimmt das Ensemble sein Publikum beim 6. Theaterspaziergang an die Hand und führt es „Auf den Spuren von Jesus Christus“ ...
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