Ästhetisch ambitioniert, musikalisch außerordentlich – „La Boheme“ am Anhaltischen Theater An der zunehmenden Dichte von „La Boheme“-Aufführungen merkt man, wann Weihnachten naht. Das ergreifende Stück macht glücklich. Eine größere Liebesgeschichte als die zwischen der Näherin Mimì und dem Dichter Rodolfo gibt es wohl kaum auf der Opernbühne. Sie beginnt mit der einfachen Frage nach Feuer für eine erloschene Kerze, die ...
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Leipzig: Alles singt
Compania Sincara spielt im Schauspiel Leipzig „(K)ein Sommernachtstraum“ Aller guten Dinge sind Drei. Nach „Hamlet“ und „Wie es euch gefällt oder Was ihr wollt“ brachte das Ensemble Compania Sincara „Im Dreiklang für Leipzig“ seine dritte Shakespeare-Adaption heraus. Nach den gehabten Erfolgen schlug dem Spiel „(K)ein Sommernachtstraum“ zur Premiere am Leipziger Schauspiel freudige Erwartung entgegen. Von Moritz Jähnig Es läuft wie ...
mehr lesen »Halle/Leipzig: „Romeo und Julia“ Ballett
Zwei bemerkenswerte Neuinszenierung des Klassikers – ein besuchenswertes Sergej-Prokofjew-Festival 1594 schenkte William Shakespeare der Theaterwelt den Bericht über die vier Tage währenden Vorgänge um eine plötzlich aufflammende Lovestory in der aristokratischen Sphäre der Geschäftsstadt Verona. Liebe, Peinlichkeiten, Mord und Verhängnis unter selbstbewussten Renaissancemenschen. Gegenwärtig wird das Ballett „Romeo und Julia“ an vielen Bühnen Mitteldeutschlands inszeniert. 2016 Magdeburg, 2017 Erfurt, 2022 ...
mehr lesen »Annaberg-Buchholz: Gothic-Revue mit Sex und Wahnsinn
In Annaberg-Buchholz gibt es mit „Satanella“ eine Oper des britischen Opern-Tausendsassas Balfe Das Theater Annaberg-Buchholz ist in Sachen Entdeckungen aus Vergangenheit und Gegenwart weitaus mutiger als größere Häuser in Sachsen. Auf „Falstaff“ (2022) folgte dort als zweite deutsche Erstaufführung einer Oper des irischen Komponisten Michael William Balfe „Satanella or The Power of Love“ („Satanella oder Die Macht der Liebe“, 1858). ...
mehr lesen »Ruhrfestspielhaus: Eine ehrliche „La Bohème“
Ensemble Compagnia d’Opera Italiana di Milano bietet authentisches Musiktheater ohne Prunk Ohne besonderes Aufhebens begeht die Opernwelt den 100. Todestag von Giacomo Antonio Domenico Michele Secondo Maria Puccini (* 22. Dezember 1858 in Lucca; † 29. November 1924 in Brüssel). Aufgrund seiner weltweiten Omnipräsenz im Opernrepertoire zeigt das Jubiläumsjahr Anzeichen von Müdigkeit. Aber auch Außergewöhnliches ist zu erleben. Von Roland ...
mehr lesen »Leipzig: „La Traviata“ – il grande corridore
Wiederaufnahme der umjubelten Andreas-Homoki-Inszenierung Am 15. November sowie im nächsten Jahr erstmals am 19. Januar 2025 besteht Gelegenheit, jene von den Fans legendär genannte „La Traviata“-Inszenierung wieder zu erleben, die der heute in Zürich wirkende Andreas Homoki 1996 unter der Intendanz von Udo Zimmermann dem Leipziger Publikum geschenkt hatte. Von Moritz Jähnig Publikumsbegeisterung und thematische Relevanz Es gibt viele Gründe, ...
mehr lesen »Nancy/Frankreich: Neue Beiträge zur Übergangsgesellschaft
„Héroïne“ vereint Bartók, Hindemith und Honegger an der Opéra National de Lorraine Von Theaterreisen nach Frankreich bringen Kritiker comme si je passais Unerwartetes mit. So auch aus dem leistungsstarken Opernhaus Nancy in Lotringen, also historisch gesehenen einer Durchgangsregion. In „Héroïne“ verortet die Opéra National de Lorraine „transgression“, den Übergang, in ihrem dreiteiligen Abend mit Paul Hindemiths „Sancta Susanna“ (1922), Béla ...
mehr lesen »Semperoper: Szenisch weniger überzeugend
Musikalisch lassen Andrea Battistoni und die Staatskapelle Arrigo Boitos makellos strahlen Spielzeiteröffnung an der Semperoper unter neuer Intendanz. Nora Schmid führt sich mit keinem der Hausgötter vom Dresdner Theaterplatz ein, sondern erwählte – ganz trittsichere Dramaturgin – einen kaum gespielten Meister aus deren Sphäre aus, der wunderbar ins Ambiente passt. „Mefistofele“ ist wie ein ausgerollter roter Teppich für die Stärken ...
mehr lesen »Freiberg: Die Operette lebt
„War’s ein Traum“ – Jubel begleitete Gala für und mit Johann Strauss und Leo Fall Die Operette lebt und dies auf besondere Weise im Mittelsächsischen Theater Freiberg/Döbeln. In einer exzellenten Aufführung beweist dort das oft verkannte und als überwunden erklärte Genre seine ungebrochene Kraft zur Faszination. Jubel beim Publikum. Theater ohne Johann Strauss und Leo Fall geht gar nicht… Von ...
mehr lesen »Leipzig: Rot rauscht die See
Wiederaufnahme der effektvollen Inszenierung „Der fliegende Holländer“ mit Christoph Gedschold am Pult des Gewandhausorchesters Drei Folgetermine kündigt Leipzigs Oper für die mit großem Jubel aufgenommene Inszenierung von Michiel Dijkema aus dem Jahr 2019 an. Die Premiere dirigierte der damalige Intendant Ulf Schirmer, dessen über viele Spielzeiten anhaltendem konzeptionellen Elan es zu danken ist, dass Leipzig alle 13 Wagner-Opern im Repertpoire ...
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