Jetske Mijnssen inszenierte Händels „Agrippina“ parabelhaft als knallhartes Machspiel Die aktuelle Inszenierung von Georg Friedrich Händels „Agrippina“ am Opernhaus Zürich bietet eine spannende Neuinterpretation dieses barocken Meisterwerks. Von Matthias Wiessner Ein barockes Meisterwerk mit zeitloser Relevanz Händels „Agrippina“ wurde im opernverwöhnten Venedig 1709 erfolgreich uraufgeführt und markiert einen frühen Höhepunkt seines Opernschaffens. Eine raffinierte musikalische Gestaltung und eine außergewöhnlich expressive ...
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Zürich: Magisches Klanggeschehen
„Das grosse Feuer“ – Glanzvolle Uraufführung von Beat Furrers neuem Musiktheaterwerk Die bislang politischste Oper aus der Feder des schweizer-österreichischen Komponisten Beat Furrer über die koloniale Ausbeutung der indigenen Völker besticht durch grandios aufgebaute Ensembleszenen. Von Šimon Voseček Vom ehemaligen Urwald ist nicht viel übriggeblieben: Schwarze Baumstümpfe ragen aus dem Boden, andere schweben bedrohlich über der Bühne, die durch trostlose ...
mehr lesen »Freiberg: Spurensuche der besonderen Art
Erfolgreiche Musical-Premiere „Dracula“ am Mittelsächsischem Theater Spurensuche. Auf solche hat man sich derzeitig am Mittelsächsischen Theater begeben. Dies natürlich mit der Ikone des Vampirismus, Graf Dracula, und in einer besonderen, dafür bestens geeigneten Spielstätte: der gegenüber dem Theaterhaus gelegenen Nikolaikirche. Von Frieder Krause Mystik in besonderer Spielstätte Intendant Sergio Raonic Lukovic hat in seiner Inszenierung Bram Stokers Roman in der ...
mehr lesen »Chemnitz: „Wieso ist die Nase blau?“
Choreografie von Katarzyna Kozielska besticht mit Tanzkunst und Zeitrelevanz Dass durch seine guten Ensembleleistungen und einfallsreichen Choreografien überregional bekannte Chemnitzer Ballett macht im Spielplan mit Premieren an ungewöhnlichen Spielorten und dem Festival TANZ | MODERNE | TANZ von sich reden. Aber auch Wiederaufnahmen interessanter Stücke zeichnen das Repertoire aus. Wir sahen „Wieso ist die Nase blau?“ Von Moritz Jähnig Die ...
mehr lesen »Dessau|Dresden: Tanz bis zur Erschöpfung
Eröffnung des Kurt Weill Festes 2025 mit „Die sieben Todsünden / 100 Leidenschaften“ Gastspiel der Staatsoperette – Doppelabend mit faszinierendem Tanz voll aktueller Bezüge Die künstlerische Leitung des Kurt Weill Festes Dessau hat eine sichere Hand bei der Auswahl des Eröffnungsgastspiels bewiesen. Die Programmzusammenstellung des seit 1993 in Weills Geburtsstadt stattfindende Festival spiegelt mit seinem Programm schon immer die politische ...
mehr lesen »Gera: per Gefühlskompressor
Kay Kuntze inszenierte „Cavalleria rusticana“ und „Pagliacci“ in einem Rutsch „Cavalleria rusticana“ von Pietro Mascagni und „Pagliacci“ von Ruggero Leoncavallo – das erfolgreichste Opernduo der Welt. Es liegt nahe, diese beiden Einakter über Lust, Liebe, Eifersucht und die fragwürdige Vorstellung von Ehre zu einem Werk zusammenzufassen. Das klug gestaltete Programmheft des Theaters Altenburg Gera liefert viele überzeugende Gründe für ein ...
mehr lesen »Semperoper: Irrsinnig schön. “Nijinsky”
John Neumeier übertrug Hamburger Choreografie auf das Staatsballett Superlative noch und nöcher gruppieren sich um das Ereignis einer „Rekreation“ genannten Übertragung der großen Neumeier-Choreografie von Hamburg elbaufwärts nach Dresden, um dort 25 Jahre später die getanzten Feierlichkeiten anlässlich der 200-jährigen Balletttradition zu eröffnen. Ein glanzvoller Abend, der im Februar auf dem Spielplan steht. Von Moritz Jähnig John Neumeier und das ...
mehr lesen »Gorki-Theater Berlin: „Carmen“, zeichenhaft, sensationell
Großer, einhelliger Jubel unter Anstimmen des populären Opern-Ohrwurms „Auf in Kampf“ – damit klingen die leider nur wenigen „Carmen“-Aufführungen am Maxim Gorki Theater Berlin aus. Kurz vor seinem 150. Geburtstag präsentiert das mit Produktionen wie „Alles Schwindel“ äußerst musikaffine Haus jetzt Georges Bizets „Carmen“. Jens Dohles pointiertes Arrangement transformierte Bizets revolutionäre Partitur für diese Überschreibung brillant und klug. In der faktisch ...
mehr lesen »Genf: Schmerzhaft aufregend
Zeitbezogene „Salomé“ am Grand Théâtre de Genève prägt sich tief ein Mit dieser Neuproduktion kehrt der ungarische Regisseur und Filmemacher Kornél Mundruczó nach „Die Sache Makropulos“ (2020), „Sleepless“ von Peter Eötvös (2021) und „Voyage vers l’Espoir“ von Christian Jost (2023) an das Haus zurück. Die Premiere „Salomé“ im Grand Théâtre de Genève provozierte Staunen und Nachdenklichkeit – ein Abend aus ...
mehr lesen »München: Musikalisches Jubiläum einer außergewöhnlichen Kooperation
Deutsche Erstaufführung von Frano Paraćs „Judita“ mit Münchner Rundfunkorchester Nach der konzertanten Aufführung der kroatischen Nationaloper „Ero der Schelm“ von Jakov Gotovac und einem weiteren Konzert war dieses jetzt erlebte Sonntagskonzert die dritte Kooperation des Münchner Rundfunkorchesters mit dem Heimatland seines Chefdirigenten Ivan Repušić. Zur deutschen Erstaufführung gelangte die am 14. Juli 2000 am Kroatischen Nationaltheater Split erstmals gespielte Oper ...
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