Generalintendant Johannes Weigand spielt das Johann-Strauß-Meisterwerk als totales Theaterereignis Johann Strauß’ Operette „Die Fledermaus“ ist äußerst beliebt und wird entsprechend häufig inszeniert. Umso schwerer ist es für die beteiligten Künstlerinnen und Künstler, dem Werk immer wieder neue Facetten abzugewinnen und diese zugleich so zu präsentieren, dass sie zwischen opulenter Ausstattung und angedeutetem Sozialdrama bestehen und den hohen, oft widersprüchlichen Erwartungen ...
mehr lesen »Dessau/Magdeburg: Goethes „Reineke Fuchs“
Matthias Engel und 4 Musiker gestaltet klassisches Versepos als zirzensisches Figurentheater Die verdienstvolle Gastspielreihe „puppe ab 18“ des Anhaltischen Theaters Dessau bot im November als Kennenlernangebot Johann Wolfgang von Goethes Versepos „Reineke Fuchs“ in der Fassung des bekannten Magdeburger Puppenspielers und Allround-Mimen Matthias Engel. Das Alte Theater war ausverkauft. Von Moritz Jähnig Vieles ist möglich „puppe ab 18“ richtet sich ...
mehr lesen »Cottbus: Messeschlager bleibt Messeschlager
Gerd Natschinskis DDR-Operetten-Erfolg von 1960 badet in Beifallsstürmen Anhaltender Jubel nach dem Finale des bemerkenswert frischen Auftritts einer 65jährigen Operette. Immer wieder brandete Zwischenapplaus auf; kein Couplet, kein rasantes Ensemble bliebt ohne herzlichen Beifall. Das Publikum der Repertoirevorstellung im ausverkauften Haus trug die Künstler förmlich durch die zweieinhalbstündige Aufführung. Ein solches Einvernehmen zwischen Bühne und Saal wie hier in Cottbus ...
mehr lesen »Leipzig: Aus der Erde geboren, aus der Haut befreit
Robert Ssempijja begeistert mit „Alienation III“ die euro-scene In seinem Solotanzstück „Alienation III“ verwebt Robert Ssempijja unterschiedliche Ausdrucksformen zu einem komplexen, in sich stimmigen Ganzen von eindringlicher Wirkung. Ssempijja, ein junger, international auftretender Tänzer und Choreograf aus Uganda, setzt Tanz, Performance, Videokunst, literarischen Ausdruck und Musik virtuos zur Erforschung und Kommunikation von Identität ein. Von Moritz Jähnig Der Raum als ...
mehr lesen »Leipzig: Sisyphos tanzt – und lächelt nicht
35. euro-scene präsentiert „Le vent se lève“ – Gastspiel von Manuel Roque (Montreal) Manuel Roque kam aus dem kanadischen Montreal mit zwei Tanzstücken nach Leipzig. Gemeinsam mit seinem Partner Nils Levazeux zeigt der die Performance „bang bang“. Wir sahen als Eröffnung vor der Festivaleröffnung das Solo “Le vent se lève”, ebenfalls in der Spielstätte Diskothek. Von Moritz Jähnig Stillstand vor ...
mehr lesen »Leipzig: Liebe, Hass und Harmlosigkeit
35. euro-scene folgt dem Leitgedanken „LOVE BODY POLITICS“ Eröffnung mit „Healing Hate“ – eine auf den gastgebenden Ort zugeschnittene Konzertperformance 35 Jahre euro-scene – das ist längst kein kleines Jubiläum mehr. Vielleicht auch deshalb fand das diesjährige Opening im Opernhaus statt, dem Kulturtempel Nummer eins. Hatte im Vorjahr ein Ensemble aus Berlin – Ubuntu Connection mit Raphael Moussa Hillebrand und ...
mehr lesen »Regensburg: Theater ist Opernhaus des Jahres 2025
Auszeichnung mit dem internationalen OPER! AWARD im Januar 2026 Das Theater Regensburg erhält den OPER! AWARD 2026 und wird so als „bestes Opernhaus des Jahres 2025“ ausgezeichnet. „Diese herausragende Auszeichnung ist eine riesengroße Ehre und Anerkennung der Leistung und Strahlkraft der Ensembles und des gesamten Hauses in allen Facetten! Eine unbändige Freude für uns alle und ich bin stolz, dieses ...
mehr lesen »Leipzig: Hat das Bubi Heimweh?
„Die Verwirrungen des Zöglings Törleß“ in einer Bearbeitung von Lukas Leon Krüger im Foyer 1 Robert Musils Romanerstling zu lesen, bleibt auch 119 Jahre nach seinem Erscheinen ein Vergnügen – und eine Herausforderung. Musils analytischer Blick auf Macht, Moral und Erkenntnis wirkt erschreckend aktuell. Ihn auf die Bühne zu bringen, heißt, eine Auswahl treffen zu müssen: Welche Schicht, welchen ...
mehr lesen »Gera: Wahnsinn, Macht und Schwesternmut
Donizettis „Lucia di Lammermoor“ als feministische Revolte Wer sich mit einer Aufnahme von Maria Callas in der Titelpartie – 1955 unter der „Stabführung“ Herbert von Karajans im Theater des Westens – auf „Lucia di Lammermoor“ in Gera 2025 vorbereitet, erlebt, was echte Zeitenwenden bedeuten. Von Moritz Jähnig Ungewöhnliches im „Lammermoor“ entfacht Begeisterung in Gera Nach einem nicht übermäßig getragenen Vorspiel ...
mehr lesen »Semperoper: „Falstaff“, ein abgehalferter Rockstar
Damiano Michieletto rückt Verdis Meisterwerk in eine suspekte Gegenwart Der schon geraume Weile amtierende neue Chefdirigent der Sächsischen Staatsoper Dresden Daniele Gatti hat sich vor einer Wagner-Premiere, „Parsifal“ im März 2026, für seinen Einstand im Graben der Semperoper Verdis „Falstaff“ gewünscht. Von Moritz Jähnig Ein ostdeutscher Unterton Man möge verzeihen, doch in diesem Dresdner „Falstaff“ klingt ein unverkennbar ostdeutscher Unterton ...
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