Brasilianische Oper „Alma“ von Claudio Santoro in europäischer Erstaufführung Das Anhaltische Theater Dessau bringt zum Kurt-Weill-Fest 2026 eine brasilianische Oper von Cláudio Santoro (1919–1989) zur europäischen Erstaufführung, Regisseurin Christiane Iven verleiht dem Werk damit auch eine klar immanente politische Note. Von Moritz Jähnig Almas Weg in die Abhängigkeit Claudio Santoros einzige, erst im hohen Alter vollendete Oper „Alma“ schildert das ...
mehr lesen »Chemnitz: „Rummelplatz“ mit OPER! AWARD ausgezeichnet
Die international beachtete Uraufführung wurde in der Kategorie „Bestes Festival“ geehrt Großer Erfolg für die Theater Chemnitz: Rummelplatz von Jenny Erpenbeck (Libretto) und Ludger Vollmer (Komposition): Die Produktion wurde am 23. Februar 2026 mit dem OPER! AWARD in der Kategorie „Bestes Festival“ ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im Theater Regensburg statt. Den Preis nahmen Generalintendant Christoph Dittrich und Komponist Ludger Vollmer ...
mehr lesen »Chemnitz: Glück auf!, Glück auf!
Ludger Vollmers Wismut-Oper „Rummelplatz“ zieht das Publikum weiter ungebrochen an Noch eine knappe Stunde bis zum Läuten, doch im Eingangsbereich der Oper Chemnitz herrscht bereits spannungsvolle Betriebsamkeit. Die Foyers füllen sich früh, Sitzplätze bei der Einführung im Rangfoyer sind längst vergeben, und das gedämpfte Murmeln der Wartenden verdichtet sich zu jener Mischung aus Neugier und Aufgeregtheit. „Die sind heut wie ...
mehr lesen »Dresden Semperoper: Werk ohne Geschwister
Gedanken zu Francis Poulencs „Dialogues des Carmélites“ Bereits 2022 feierte die Inszenierung „Dialogues des Carmélites“ von Jetske Mijnssen eine international beachtete Premiere. Jetzt ist sie an die Semperoper Dresden übernommen worden. Für die besuchte Repertoirevorstellung wären noch Karten zu bekommen gewesen. Auf jeden Fall sei das bedeutende Werk zu einem Besuch empfohlen. Von Moritz Jähnig Historischer Hintergrund und literarische Herkunft ...
mehr lesen »Gera: Kontraste in homogener Form
“Jeu de Cartes“ / „Pulcinella“ – Doppel-Ballettabend zu Musik von Igor Strawinsky und Kian Jazdi Das Thüringer Staatsballett stellt sich mit dieser Inszenierung nicht nur zwei Meilensteinen der Tanzmoderne, sondern auch der Frage, wie man historische Werke erzählen kann, dass sie im Heute ankommen. Der Abend gibt darauf eine überraschend deutliche Antwort. Von Moritz Jähnig Das Thüringer Staatsballett wagt sich ...
mehr lesen »Leipzig: Sommersehnsucht im Februar
Die Musikalische Komödie träumt sich mit „Im weißen Rössl“ an den Wolfgangsee Endlich Urlaub: in ein schönes Hotel einchecken und die Seele baumeln lassen – am besten mit Blick aufs Wasser. Doch nein: Im Hotel »Zum weißen Rössl« am Wolfgangsee geht’s drunter und drüber. Erholung ade! Denn das Hotel ist vollkommen überlaufen, Arbeit wird ständig mit Privatleben vermischt, und sowohl ...
mehr lesen »Halle: Lebensbunt und anarchistisch
Neuinszenierung von Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ fand Premierenbeifall Die Uraufführung von Jacques Offenbachs Operette „Orpheus in der Unterweltd fand am 21. Oktober 1858 im Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris statt. Später soll Kaiserin Eugénie dazu nur gesagt haben: „C’est de la folie…“, reiner Wahnsinn. In Halle war zur Premiere das Theater zwar rot angestrahlt, aber ganz so verrückt ging ...
mehr lesen »Leipzig: Zwei Uwe-Scholz-Ballette im Februar und März
„MOZART/ RACHMANINOW“ verbindet in tieferem Sinne Erinnerung und Gegenwart Premiere am 22.2.2026 – Am Flügel Paulo Almeida und Sebastian Fuß Mit »Mozart / Rachmaninow« ehrt das Leipziger Ballett Uwe Scholz, dessen choreographisches Werk die Stadt wie ein stiller Widerhall prägt. Seine Kunst ist geformte Musik, eine Sprache aus Licht, Raum und Bewegung, die das Vergängliche festhält und zugleich dem Ewigen ...
mehr lesen »Halle: „Die Cardasfürstin“ als Immobilienspekulation
Ben Baur versucht Unterhaltungswert durch Aktualisierung anzukurbeln Die Oper Halle wagt mit ihrer schon seit längerem auf dem Spielplan stehenden Neuinszenierung von Emmerich Kálmáns „Csárdásfürstin“ einen satirisch zugespitzten Blick in eine bedrohliche Zukunft. Erkennbar neuen Schwung bringt das in Emmrich Kalmans Operette nicht. Von Moritz Jähnig Wir erinnern: Kaum war im Haus der Bühnenboden wertintensiv erneuert, sorgte ein massiver Wasserschaden ...
mehr lesen »Basel: Albtraum im Schneegestöber
Marco Goeckes „Nussknacker“-Ballett am Theater Basel als innerer Vorgang Mit seiner Neukreation von Tschaikowskys „Der Nussknacker“ legt Marco Goecke, seit dieser Spielzeit Ballettdirektor am Theater Basel, sein zweites programmatisches Statement in Basel vor. Von Matthias Wießner Abschied vom Weihnachtsmärchen Goecke verabschiedet sich dabei entschieden von der märchenhaften Behaglichkeit des klassischen Weihnachtsballetts und führt das Stück zurück zu seinem literarischen Ursprung ...
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