“Jeu de Cartes“ / „Pulcinella“ – Doppel-Ballettabend zu Musik von Igor Strawinsky und Kian Jazdi Das Thüringer Staatsballett stellt sich mit dieser Inszenierung nicht nur zwei Meilensteinen der Tanzmoderne, sondern auch der Frage, wie man historische Werke erzählen kann, dass sie im Heute ankommen. Der Abend gibt darauf eine überraschend deutliche Antwort. Von Moritz Jähnig Das Thüringer Staatsballett wagt sich ...
mehr lesen »Leipzig: Sommersehnsucht im Februar
Die Musikalische Komödie träumt sich mit „Im weißen Rössl“ an den Wolfgangsee Endlich Urlaub: in ein schönes Hotel einchecken und die Seele baumeln lassen – am besten mit Blick aufs Wasser. Doch nein: Im Hotel »Zum weißen Rössl« am Wolfgangsee geht’s drunter und drüber. Erholung ade! Denn das Hotel ist vollkommen überlaufen, Arbeit wird ständig mit Privatleben vermischt, und sowohl ...
mehr lesen »Halle: Lebensbunt und anarchistisch
Neuinszenierung von Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ fand Premierenbeifall Die Uraufführung von Jacques Offenbachs Operette „Orpheus in der Unterweltd fand am 21. Oktober 1858 im Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris statt. Später soll Kaiserin Eugénie dazu nur gesagt haben: „C’est de la folie…“, reiner Wahnsinn. In Halle war zur Premiere das Theater zwar rot angestrahlt, aber ganz so verrückt ging ...
mehr lesen »Leipzig: Zwei Uwe-Scholz-Ballette im Februar und März
„MOZART/ RACHMANINOW“ verbindet in tieferem Sinne Erinnerung und Gegenwart Premiere am 22.2.2026 – Am Flügel Paulo Almeida und Sebastian Fuß Mit »Mozart / Rachmaninow« ehrt das Leipziger Ballett Uwe Scholz, dessen choreographisches Werk die Stadt wie ein stiller Widerhall prägt. Seine Kunst ist geformte Musik, eine Sprache aus Licht, Raum und Bewegung, die das Vergängliche festhält und zugleich dem Ewigen ...
mehr lesen »Halle: „Die Cardasfürstin“ als Immobilienspekulation
Ben Baur versucht Unterhaltungswert durch Aktualisierung anzukurbeln Die Oper Halle wagt mit ihrer schon seit längerem auf dem Spielplan stehenden Neuinszenierung von Emmerich Kálmáns „Csárdásfürstin“ einen satirisch zugespitzten Blick in eine bedrohliche Zukunft. Erkennbar neuen Schwung bringt das in Emmrich Kalmans Operette nicht. Von Moritz Jähnig Wir erinnern: Kaum war im Haus der Bühnenboden wertintensiv erneuert, sorgte ein massiver Wasserschaden ...
mehr lesen »Basel: Albtraum im Schneegestöber
Marco Goeckes „Nussknacker“-Ballett am Theater Basel als innerer Vorgang Mit seiner Neukreation von Tschaikowskys „Der Nussknacker“ legt Marco Goecke, seit dieser Spielzeit Ballettdirektor am Theater Basel, sein zweites programmatisches Statement in Basel vor. Von Matthias Wießner Abschied vom Weihnachtsmärchen Goecke verabschiedet sich dabei entschieden von der märchenhaften Behaglichkeit des klassischen Weihnachtsballetts und führt das Stück zurück zu seinem literarischen Ursprung ...
mehr lesen »Dessau: Klamotte kann so schön sein!
Generalintendant Johannes Weigand spielt das Johann-Strauß-Meisterwerk als totales Theaterereignis Johann Strauß’ Operette „Die Fledermaus“ ist äußerst beliebt und wird entsprechend häufig inszeniert. Umso schwerer ist es für die beteiligten Künstlerinnen und Künstler, dem Werk immer wieder neue Facetten abzugewinnen und diese zugleich so zu präsentieren, dass sie zwischen opulenter Ausstattung und angedeutetem Sozialdrama bestehen und den hohen, oft widersprüchlichen Erwartungen ...
mehr lesen »Dessau/Magdeburg: Goethes „Reineke Fuchs“
Matthias Engel und 4 Musiker gestaltet klassisches Versepos als zirzensisches Figurentheater Die verdienstvolle Gastspielreihe „puppe ab 18“ des Anhaltischen Theaters Dessau bot im November als Kennenlernangebot Johann Wolfgang von Goethes Versepos „Reineke Fuchs“ in der Fassung des bekannten Magdeburger Puppenspielers und Allround-Mimen Matthias Engel. Das Alte Theater war ausverkauft. Von Moritz Jähnig Vieles ist möglich „puppe ab 18“ richtet sich ...
mehr lesen »Cottbus: Messeschlager bleibt Messeschlager
Gerd Natschinskis DDR-Operetten-Erfolg von 1960 badet in Beifallsstürmen Anhaltender Jubel nach dem Finale des bemerkenswert frischen Auftritts einer 65jährigen Operette. Immer wieder brandete Zwischenapplaus auf; kein Couplet, kein rasantes Ensemble bliebt ohne herzlichen Beifall. Das Publikum der Repertoirevorstellung im ausverkauften Haus trug die Künstler förmlich durch die zweieinhalbstündige Aufführung. Ein solches Einvernehmen zwischen Bühne und Saal wie hier in Cottbus ...
mehr lesen »Leipzig: Aus der Erde geboren, aus der Haut befreit
Robert Ssempijja begeistert mit „Alienation III“ die euro-scene In seinem Solotanzstück „Alienation III“ verwebt Robert Ssempijja unterschiedliche Ausdrucksformen zu einem komplexen, in sich stimmigen Ganzen von eindringlicher Wirkung. Ssempijja, ein junger, international auftretender Tänzer und Choreograf aus Uganda, setzt Tanz, Performance, Videokunst, literarischen Ausdruck und Musik virtuos zur Erforschung und Kommunikation von Identität ein. Von Moritz Jähnig Der Raum als ...
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